Teichfolie für den Teich: Material, Stärke & Verlegen
Teichfolie Wenn es um Teichbau geht, ist die Auswahl der richtigen Teichfolie entscheidend.
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Um einen Teich anzulegen, egal ob Schwimmteich oder Naturteich, wird Teichfolie benötigt. Sie ist der Grundbaustein für jeden Teich. Dabei gibt es unterschiedliche Folienarten, Größen und Stärken, sodass bei der Auswahl der Teichfolie einiges zu beachten ist.
Das Wichtigste in Kürze
- Teichfolie ist ein wasserdichter Stoff
- Die Folie verhindert das Versickern des Wassers im Erdreich
- Teichfolie wird zusammengefügt bzw. lässt sich verschweißen
- Sie lässt sich besonders bei warmen Temperaturen gut verarbeiten
- Die Lebensdauer liegt bei guter Verarbeitung im Schnitt bei 20 Jahren
Warum wird Teichfolie benötigt?
Wer einen Teich anlegen möchte, gräbt nicht einfach nur ein Loch. Es wird eine Schutzschicht zwischen dem Erdreich und dem Wasser benötigt, damit das Wasser nicht in die Erde versickern kann. Deshalb wird die ausgehobene Grube mit einer Teichfolie ausgekleidet. Der wasserdichte Stoff bzw. das Gewebe der Teichfolie sorgt dafür, dass das Wasser im Teich bleibt.
Wie wird Teichfolie hergestellt?
Bei der Herstellung der meisten Teichfolien werden die Stoffe zusammengefügt bzw. verschweißt. Das geschieht industriell in der Fabrik. Dadurch ist Teichfolie besonders reißfest und belastbar.
Es gibt Teichfolien aus PVC sowie aus PE und EPDM. Die verschiedenen Optionen unterscheiden sich hauptsächlich in Bezug auf die Größe des Teichs und die Verarbeitung. Wer Langlebigkeit und höchste Qualität als Grundvoraussetzung wünscht, sollte auf EPDM-Teichfolie setzen. Sie ist am stabilsten, umweltfreundlich und erlaubt es, Fische im Teich zu halten. Allerdings ist der Anschaffungspreis deutlich höher als bei den anderen Folien. Rechnet man ihn auf die Nutzungsdauer um, relativiert sich der hohe Preis jedoch schnell.
Das Besondere an EPDM-Folien ist, dass sie aus synthetischem Kautschuk hergestellt werden. Sie halten Temperaturen zwischen -30 und +120 °C aus, besitzen eine elektrische Isolierfähigkeit und eine hohe Alterungsbeständigkeit. Sie sind nicht anfällig für Chemikalien, lassen sich aber nur bedingt verkleben. Zudem sind diese Folien besonders flexibel und gut zu verarbeiten. Selbst bei einem großen Teich sind sie bestens geeignet, da sie eine hohe Dehnbarkeit und Reißfestigkeit haben.
Ferner besteht eine hohe UV-Beständigkeit, sodass auch Sonnenlicht diesen Folien nichts anhaben kann. Die Folien sind fisch- und pflanzenfreundlich und auch für schwierige Teichformen bestens geeignet. Die Lebensdauer von EPDM-Folien wird mit bis zu 50 Jahren angegeben, weshalb sie sich besonders für längerfristige Projekte eignen.
Welche Größe wird für den Gartenteich benötigt?
Teichfolien werden verschweißt, da die passende Größe in der Regel nicht von vornherein gegeben ist. Es gibt aber zwei einfache Formeln, mit denen sich die richtige Größe der Teichfolie leicht berechnen lässt:
- Länge der Folienbahn: Länge + 2 x Tiefe + 2 x 50 cm
- Breite der Folienbahn: Breite + 2 x Tiefe + 2 x 50 cm
Bei der Tiefe wird immer die tiefste Stelle des Aushubs gemessen.
Wird die Teichfolie direkt auf dem Boden verlegt?
Es ist möglich, Teichfolie direkt auf dem Boden zu verlegen. Allerdings kann die Folie dann Schaden nehmen, etwa durch scharfe Kanten an Steinen oder durch Wurzelwerk. Um das zu verhindern, wird normalerweise ein Teichvlies unter die Teichfolie gelegt. Spitze Steine, aber auch Stöcke und Wurzeln können so nicht durch das Vlies an die Folie gelangen. Wenn der Teich lange Bestand haben soll, muss zwingend in ein Teichvlies investiert werden.
Wie dick sollte eine Teichfolie sein?
Je tiefer der Teich ist, umso dicker sollte die Teichfolie sein. Wird der Gartenteich bis zu 1,50 m tief geplant, reicht eine Dicke von 1,0 mm aus. Soll der Teich tiefer werden und ist der Boden wurzelhaltig und steinig, sollte eine Folie von mindestens 1,5 mm Dicke gewählt werden.
Wann ist die beste Zeit zum Verlegen der Teichfolie?
Normalerweise lassen sich Teichfolien schon bei geringen Temperaturen recht gut verlegen. Allerdings mögen es Teichfolien gerne warm: Ist die Außentemperatur höher, lässt sich die Folie leichter bearbeiten, wird weicher und passt sich besser den Gegebenheiten an. Ab 15 Grad empfiehlt es sich daher, die Folie zu verlegen. Noch besser ist es, wenn die Sonne scheint und für zusätzliche Wärme sorgt.
Wie wird die Teichfolie richtig verschweißt?
Beim Verschweißen ist darauf zu achten, dass ein Quellschweißmittel verwendet wird. Nach dem Verschweißen darf nicht gleich Wasser eingefüllt werden, denn das Quellschweißmittel benötigt einige Stunden zum Eintrocknen. Die verschweißten Stellen sollten mit Druck versehen werden, damit ein zusätzlicher Halt entsteht, allerdings nicht mit Wasser. Wasser sollte im besten Fall erst am nächsten Tag eingefüllt werden, damit die Schweißnähte gut aushärten und keine kleinen Risse entstehen.
Häufige Fragen
Warum wird Teichfolie benötigt?
Teichfolie bildet eine wasserdichte Schutzschicht zwischen Erdreich und Wasser. Sie kleidet die ausgehobene Grube aus und sorgt dafür, dass das Wasser im Teich bleibt und nicht im Boden versickert.
Welches Material ist das beste: PVC, PE oder EPDM?
Für höchste Langlebigkeit und Qualität ist EPDM-Folie die beste Wahl: Sie ist besonders stabil, umweltfreundlich, fisch- und pflanzenfreundlich und hält laut Herstellerangaben bis zu 50 Jahre. Der Anschaffungspreis ist höher als bei PVC oder PE, relativiert sich aber über die lange Nutzungsdauer.
Wie dick sollte eine Teichfolie sein?
Je tiefer der Teich, desto dicker die Folie. Bis etwa 1,50 m Tiefe reicht eine Dicke von 1,0 mm. Bei tieferen Teichen oder wurzelhaltigem, steinigem Boden sollte mindestens 1,5 mm gewählt werden.
Wie berechne ich die richtige Größe der Teichfolie?
Mit zwei einfachen Formeln: Länge der Folienbahn = Länge + 2 x Tiefe + 2 x 50 cm; Breite der Folienbahn = Breite + 2 x Tiefe + 2 x 50 cm. Als Tiefe wird immer die tiefste Stelle des Aushubs gemessen.
Brauche ich ein Teichvlies unter der Folie?
Ja, das ist sehr zu empfehlen. Ein Teichvlies unter der Folie schützt sie vor scharfen Steinkanten, Stöcken und Wurzeln. Soll der Teich lange halten, ist die Investition in Teichvlies unverzichtbar.
Wann ist die beste Zeit zum Verlegen der Teichfolie?
Teichfolie mag es warm. Ab etwa 15 Grad lässt sie sich leichter bearbeiten, wird weicher und passt sich besser an. Ideal ist warmes, sonniges Wetter.